Emsland :



Nachruf

Die Räuber dort am Wegesrand sind kaum zu sehen
denn dort wo einst ihr Galgen stand nur noch Birken im Winde wehen
doch weit hinten, wo der Wald beginnt da kann man sie noch finden
Sie werden bleiben auf ewige Zeit und niemals dort verschwinden
De olle Bönnepool

Ein Pool voller Grün , ganz tief und rein liegt dort verloren und verträumt
und wer an diesem Pool nie war hat eine ganze Welt versäumt
Zur Sommerzeit Zur später Stund' wenn keiner dort sich findet
dann steigen auf aus tiefstem Grund wie ein Zauber, der sich windet
so wunderschön wie nie zuvor nur dann kann man es erleben
Die Elfen aus güldenen Wassern hervor um ganz hell in das Dunkel zu schweben
Die Ems, die dort ganz nah herführt weiß zu erzählen der Elfen Leid
doch keine Seele hat es je berührt bis in die heutige Zeit
So liegt der Pool noch immer da man geht an ihm vorüber
und ganz nah dabei man grad' noch war sieht man sie jetzt wieder
Waldesruh

In stiller Tiefe des hohen Grün unter prächtig blauem Dache
auf diese Weise sich dem Grau entziehen man so erwache
Auf weichem Boden mit berührender Luft die Schritte hörend im Rindenduft
Ein alter Pfad meinen Weg dort kreuzet unter großen Bäumen er sich verbirgt
so' werd ich ihm folgen ob das der Weg, der mich in tieferes Grün entführt ?
Dort unter jenen großen Schatten wo mich dieser Weg verleitet
entspringt ein Bache aus einer Wurzel der in diesen Wald eingleitet
Farne, Moose und tiefstes Grün versperren mir dort meinen Pfad
um noch tiefer einzuziehen in des Waldes Eigenart

Wenn einst alte Bäume weichen den jüngeren aus Profit
wird sich lösen des Waldes Seele und Waldesruh' es nicht mehr gibt.
Georg Lohle